
Mindestens
200 Päckchen sollen beim Hansetag
in Salzwedel verteilt werden
Hagen Kühnel packt derzeit
Päckchen. Mindestens 200,
vielleicht werden es auch noch
mehr. Inhalt : Hopfenblüten und
Information zum Hopfen, zu dessen
Wirkung und Heilkraft, zur
Hansestadt Gardelegen sowie die
Anleitung, wie aus den
Hopfenblüten ein leckerer
Hopfenblütentee wird. Die kleinen
Tütchen, die der Auszubildende
für Tourismus und Freizeit
zusammenstellt, sollen beim
Hansetag in Salzwedel von den
Mitarbeitern der Toristinformtion
und des Tourismusvereines
kostenlos verteilt werden. Die
Tourismusakteure wollen die Stadt
Gardelegen im Altmärkischen Dorf
präsentieren.
Die Idee zu der hübschen
Werbemaßnahme hatte Ulrike
Wolterstorff. " Wir wollen
damit zeigen, wie der Hopfen
aussieht, wollen die Verbindung
zum Gardeleger Wappen darstellen
und auf die Stadt aufmerksam
machen ", so die
Mitarbeiterin der
Touristinformation. Und so wird
nicht nur die Telefonnummer und
E-mail-Anschrift der Stadt
erwähnt, sondern auch in Kurzform
einiges zur Hansestadt und ihrer
Bierbrautradition geschrieben, die
sich bis in die Gegenwart
fortsetzt. Eine Kurzbeschreibung
gibt es über den Hopfen ( Humulus
lupulus ) und über die Wirkstoffe
der Pflanze. Die Gerb- und
Bitterstoffe seien
appetitanregend, Hopfen wirkt
schlaffördernd, hilft bei innerer
Unruhe und schließlich auch bei
Menstruationsbeschwerden.
Diese
Wirkung entfaltet der Hopfen vor
allem im Tee, nicht etwa im Bier,
dem er dessen typische Bitterkeit
verleiht und bei dem er zudem
konservierend und
schaumstabilisierend wirkt. Zwei
gehäufte Esslöffel Hopfenblüten,
mit einem viertel Liter kochendem
Wasser aufgegossen, 15 Minuten
ziehen lassen, durchseihen,
eventuell mit etwas Honig süßen
und lauwarm, aber niemals heiß,
trinken, rät Wolterstorff auf dem
Infozettel. Dann sei das Getränk
ideal zur Beruhigung der Nerven
oder als Schlaftrunk 30 Minuten
vor dem Zubettgehen. Die kleine
Gebrauchsanweisung in den Tütchen
schließt mit den Worten : "
Wohl bekomm’s !"
Der Hopfen in den Tütchen kommt
übrigens nicht aus Gardelegen.
Dort wird schon lange kein Hopfen
mehr angebaut. Ein Unternehmen aus
Süddeutschland habe die Dolden
kostenfrei für die gute Aktion
zur Verfügung gestellt, so
Wolterstorff.


