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Zwei Varianten für
Rathauskeller: "Auf die Gastronomie
gucken"
Die ersten Zahlen liegen auf dem Tisch. Die
Teilsanierung des Rathauskellers wird die
Gardelegener Stadträte in diesem Jahr wohl
noch öfter beschäftigen. Eindeutig ist aber,
dass die Kosten so gering wie möglich
gehalten werden sollen.
Die Zahlen sind höchst unterschiedlich. Im
jüngsten städtischen Bauausschuss legte
Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends
erstmals konkrete Zahlen für die Sanierung
des Rathauskellers vor, von einem
einheimischen Architekten berechnet. Dieser
Keller, direkt unter dem Rathausplatz gelegen,
muss dann saniert werden, wenn es dort regelmäßig
Veranstaltungen geben soll. Und das kostet.
Zwischen 48000 und fast 270000 Euro. Diese
Zahlen diskutierte der Ausschuss und war sich
letztlich einig, dass wohl nur die kleinere
Variante infrage kommt.
Jene 48000 Euro beinhalten nämlich nur den
Bau eines zusätzlichen Notausgangs. Der
bisher einzige Zugang zu den unterirdischen Räumen,
die steile und veraltete Treppe des
Rathauskellers, reicht nicht mehr aus, wenn es
dort - wie schon in den 1990-er Jahren - künftig
Veranstaltungen geben soll. Die Bauaufsicht
fordert diesen zweiten Zugang, weil sonst die
Sicherheit der Besucher bei einem Notfall
nicht gewährleistet sei.
Die teurere Variante beinhaltet neben
diesem Notausgang unter anderem Toiletten und
die Installation einer Lüftungsanlage. Dies wäre
nötig, wenn der Rathauskeller dauerhaft
genutzt werden sollte. Beispielsweise in Form
einer Gastronomie. Doch dagegen sträuben sich
viele Kommunalpolitiker. "Es wäre ein
Unding, wenn wir den Rathauskeller teuer
ausbauen und gucken gleichzeitig auf die
Situation der hiesigen Gaststätten", so
Fritz Wießel. "Bei der derzeitigen
Ausgangslage unserer Gastronomie wäre das
nicht gerade die beste Variante." Und
auch Dr. Helmut Wiese sprach sich dafür aus,
den Rathauskeller "nur bedingt zu nutzen.
Wir wollen daraus keinen Dauerbrenner
machen." Zumal die Kosten von fast 270000
Euro viele Bauausschuss-Mitglieder zusätzlich
abschrecken.
Der Rathauskeller ist zuletzt aus Anlass
des Hansefestes 2007 für einen Empfang von
Vertretern aus den Gardelegener Partnerstädten
genutzt worden. Eine solche Nutzung für
besondere Anlässe ist es, was den meisten
Stadträten auch in Zukunft vorschwebt.
Behrends wird nun für den nächsten
Gardelegener Bauausschuss eine
Beschlussvorlage erarbeiten, die die kleinere
und vor allem preiswertere Variante zum Thema
hat. Mit diesem Schriftstück in der Hand kann
im Detail über das geplante Vorhaben
diskutiert werden. Das letzte Wort zur
Sanierung des Rathauskellers hat ohnehin der
Stadtrat.
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