Ordnungsamtsleiter
Holger Göbel versteigerte Fundsachen
Nur eine halbe Stunde dauerte gestern
die Versteigerung von Fundsachen im
Brauereisaal. " Das
Versteigerungsverhalten war ein bisschen
verhalten ", sagte
Ordnungsamtsleiter Holger Göbel
schmunzelnd. Göbel hatte wie gewohnt
routiniert die Versteigerung geleitet
– konnte aber die meisten der
Fundsachen nicht an den Mann oder die
Frau bringen. Viele der 29
Versteigerungsobjekte, die im Laufe der
vergangenen anderthalb Jahre bei der
Stadt abgegeben und nicht abgeholt
worden waren, waren Fahrräder. Auch
aufmunternde Worte des stellvertretenden
Ordnungsamtsleiters Heiko Hirsch ("
Alles dran ") reichten nicht, um
für alle Fahrräder einen Bieter zu
finden. Auch für ein Fernglas ( 20 Euro
) fand sich niemand. Dafür erregte eine
verschlossene schwarze Reisetasche die
Bieterlust. Göbel deutete geheimnisvoll
an, da sollen wohl Kosmetika drin sein
– die Bieter schraubten das
Eingangsgebot von fünf bis auf zwölf
Euro hoch. Dann fiel Göbels Hammer zum
dritten und letzten Mal.
Kein Käufer fand hingegen ein Paar Gummistiefel. Auch für einen goldenen Ehering mit Gravur mochte niemand bieten. Er wird nun beim Goldschmied vermarktet. Der Rest der nicht versteigerten Fundsachen wandert auf den Müll.


