Geschäftsführer
Karl-Heinz Neumann kann sich
Eigenheime am Burgwall
vorstellen / Stadt müsste
zustimmen
Vor
elf Jahren machte die
Bau-Union in Gardelegen, einer
der größten Baubetriebe der
Altmark, pleite.
Bis heute liegt das Gelände am Burgwall brach. Karl-Heinz Neumann, bis heute Geschäftsführer des insolventen Betriebs, kann sich auf dem Gelände Eigenheime vorstellen. "Das werden wir ihm noch mal deutlich sagen müssen", erklärte Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends im Anschluss. "Aber das weiß er eigentlich auch." Behrends meinte Karl-Heinz Neumann. Der war 1997, als der damalige Großbetrieb Bau-Union pleite ging, Geschäftsführer. Und ist es, so erklärte er am Montagabend gegenüber dem städtischen Bauausschuss, immer noch. Man traf sich vor Ort auf dem einstigen Gelände der Bau-Union am Burgwall in Gardelegen, um über das Areal zu sprechen. Und sich die Zukunftspläne von Neumann anzuhören. Der will, so berichtete er, am liebsten eine Eigenheimsiedlung auf dem ein Hektar großen Gelände errichten lassen. Ein Architekturbüro aus Hamburg arbeitete schon Pläne aus. Unklar sei noch, was der Abriss der noch vorhandenen Gebäude kosten würde. Und wie es im Erdreich aussieht. "Ist da wirklich nur Asche aus dem früheren Heizhaus drunter, wie alle erzählten?", so Neumann. Das müsste noch überprüft werden.
Eigentlich, so fanden einige Bauausschuss-Mitglieder, sei der Bedarf an Eigenheimen in der Stadt abgedeckt. Zumal nun auch nur ein paar Meter von der Bau-Union entfernt, auf dem einstigen Walzenmühlen-Gelände, Häuser entstehen sollen. Deshalb Behrends ' Anmerkung, letztlich entscheide der Stadtrat und nicht der Eigentümer des Geländes über einen Bebauungsplan.
Neumann gehört dieses Areal, das der Insolvenzverwalter aus der Konkursmasse herausgenommen habe und das Neumann nun selbst vermarkten könne, berichtete er. Interesse hat auch Neumanns Nachbar, Bernhard Berlin, gezeigt, der am Burgwall einen Betrieb für Garten und Landschaftsbau hat. Doch die Preisvorstellungen gehen offenbar weit auseinander: In etwa um das 15-fache.
Geringe Mieteinnahmen hat Neumann derzeit auch: Jugendliche schrauben in den Gebäuden an ihren Maschinen herum und zahlen etwas Geld. "Das bringt aber nicht viel ein", sagt er. Immerhin würden die Räume dadurch regelmäßig genutzt.


