Dr.
Karl Feldkirch hielt Vortrag :
Rolandexperte Dr. Karl
Feldkirch aus Bremen stattete
Gardelegen am Dienstag wieder
einen Besuch ab, um im
Reutterhotel seinen 89.
Diashow-Vortrag über die
Rolande in Deutschland zu
halten. Mit nur 15 Leuten, die
sich den Vortrag anhörten,
glich der Raum im Reutterhotel
fast einem Wohnzimmer mit
entspannter und heimischer
Atmosphäre. Eingeladen zum
Vortrag hatte der
Tourismusverein Region
Gardelegen.
Zurzeit gibt es 26 anerkannte
Rolande in Deutschland, wovon
20 in den neuen Bundesländern
zu bestaunen sind. Vor allem
im 14. und 15. Jahrhundert
entschieden sich viele, meist
reiche Städte, als Symbol der
Marktfreiheit und
Gerichtsbarkeit eine
Rolandfigur aufzustellen.
Dabei
sei heute dringend zwischen
echten und unechten Rolanden
zu unterscheiden, sagte
Feldkirch. Als echt dürfe nur
ein Roland bezeichnet werden,
der ein Schwert, einen Schild
und die Figur eines Ritters
besitzt. Besonders wichtig sei
jedoch, dass er urkundlich in
der Stadthistorie bezeugt
worden sei.
All diese Kriterien erfüllt
der Gardeleger Roland, ein
" jung-dynamischer,
computergefräster Roland
", welchen Dr. Feldkirch
zu den fünf schönsten
Deutschlands zählte. Der
Oebisfelder Roland jedoch ist
ein " Paradebeispiel,
dass auch unechte Rolande sehr
ästhetisch sein können
", gab der Staatsanwalt
im Ruhestand schmunzelnd zu.
Die Besucher des Vortrages
erfuhren zu jedem einzelnen
Roland Deutschlands
Wissenswertes und
Interessantes. Dass es Rolande
nicht nur in Deutschland gibt,
bewies Feldkirch auch : So
gebe es beispielsweise sogar
in der Hauptstadt Ecuadors,
Quito, eine Rolandstatue, die
ein Geschenk der Hansestadt
Bremen sei.
Dr. Karl Feldkirch ist kein
Unbekannter in der Altmark
mehr : Immer wieder zieht es
ihn zu Vorträgen hierher.
Angefangen hatte alles mit der
Fotografie : Zuerst waren es
nur Schlösser und Windmühlen,
die seine Aufmerksamkeit auf
sich zogen, später dann
besonders die Statuen.
Als Ko-Autor des Buches "
600 Jahre Bremer Roland "
stellte Feldkirch die
Rolandstatuen in den neuen
Bundesländern vor und
entwickelte sich so zum
Experten auf diesem Gebiet.
Feldkirch kommt in diesem Jahr
noch einmal nach Gardelegen,
wenn er mit einer Reisegruppe
die Rolandstatuen der Umgebung
betrachten wird.



