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Der Gardeleger Roland ist einer der schönsten (08.05.08)
Der Vorsitzende des Tourismusvereines, Harald Storz (l.), und Rolandexperte Dr. Karl Feldkirch zeigten das von Feldkirch entworfene Rolandplakat, auf dem auch der Gardeleger Roland zu sehen ist. Foto: Elisabeth Schoft

Dr. Karl Feldkirch hielt Vortrag :
Rolandexperte Dr. Karl Feldkirch aus Bremen stattete Gardelegen am Dienstag wieder einen Besuch ab, um im Reutterhotel seinen 89. Diashow-Vortrag über die Rolande in Deutschland zu halten. Mit nur 15 Leuten, die sich den Vortrag anhörten, glich der Raum im Reutterhotel fast einem Wohnzimmer mit entspannter und heimischer Atmosphäre. Eingeladen zum Vortrag hatte der Tourismusverein Region Gardelegen.

Zurzeit gibt es 26 anerkannte Rolande in Deutschland, wovon 20 in den neuen Bundesländern zu bestaunen sind. Vor allem im 14. und 15. Jahrhundert entschieden sich viele, meist reiche Städte, als Symbol der Marktfreiheit und Gerichtsbarkeit eine Rolandfigur aufzustellen.

Dabei sei heute dringend zwischen echten und unechten Rolanden zu unterscheiden, sagte Feldkirch. Als echt dürfe nur ein Roland bezeichnet werden, der ein Schwert, einen Schild und die Figur eines Ritters besitzt. Besonders wichtig sei jedoch, dass er urkundlich in der Stadthistorie bezeugt worden sei.

All diese Kriterien erfüllt der Gardeleger Roland, ein " jung-dynamischer, computergefräster Roland ", welchen Dr. Feldkirch zu den fünf schönsten Deutschlands zählte. Der Oebisfelder Roland jedoch ist ein " Paradebeispiel, dass auch unechte Rolande sehr ästhetisch sein können ", gab der Staatsanwalt im Ruhestand schmunzelnd zu.

Die Besucher des Vortrages erfuhren zu jedem einzelnen Roland Deutschlands Wissenswertes und Interessantes. Dass es Rolande nicht nur in Deutschland gibt, bewies Feldkirch auch : So gebe es beispielsweise sogar in der Hauptstadt Ecuadors, Quito, eine Rolandstatue, die ein Geschenk der Hansestadt Bremen sei.

Dr. Karl Feldkirch ist kein Unbekannter in der Altmark mehr : Immer wieder zieht es ihn zu Vorträgen hierher. Angefangen hatte alles mit der Fotografie : Zuerst waren es nur Schlösser und Windmühlen, die seine Aufmerksamkeit auf sich zogen, später dann besonders die Statuen.

Als Ko-Autor des Buches " 600 Jahre Bremer Roland " stellte Feldkirch die Rolandstatuen in den neuen Bundesländern vor und entwickelte sich so zum Experten auf diesem Gebiet. Feldkirch kommt in diesem Jahr noch einmal nach Gardelegen, wenn er mit einer Reisegruppe die Rolandstatuen der Umgebung betrachten wird.


Quelle: www.volksstimme.de |

Autor: E. Schoft | Foto: © E. Schoft

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