Erster
Tag
der
Blinden
und
Sehbehinderten
gestern
Vormittag
auf
dem
Rathausplatz
/
Beckmann
:
Gestern
Vormittag
fand
auf
dem
Rathausplatz
der
erste
Tag
der
Blinden
und
Sehbehinderten
statt.
Eingeladen
zu
diesem
Aktionstag
hatte
die
Gardeleger
Selbsthilfegruppe
für
Blinde
und
Sehbehinderte.
Mit
Informationen
und
einem
Parcours
zum
Ausprobieren
wollten
Betroffene
sehende
Mitmenschen
für
diese
Krankheit
sensibilisieren
und
auf
ihre
Probleme
im
Alltag
im
Straßenverkehr
aufmerksam
machen.
Gardelegen.
Wilhelm
Beckmann
ist
im
Umgang
mit
Hindernissen
aufgrund
einer
starken
Sehbehinderung
schon
lange
geübt.
Und
so
meisterte
er
den
Parcours
auch
ohne
größere
Schwierigkeiten.
Für
Sehende
allerdings
dürfte
es
schon
recht
kompliziert
sein,
mit
verbundenen
Augen
und
ausgestattet
mit
einem
Stock
–
quasi
als
Blinder
–
eine
Stufe
hinunterzugehen
oder
ganz
banale
Hindernisse
wie
Fahrradständer
oder
Müllsäcke
gefahrlos
zu
umgehen.
Das
konnten
Sehende
gestern
beim
ersten
Tag
der
Blinden
und
Sehbehinderten
auf
dem
Rathausplatz
ausprobieren.
Eingeladen
dazu
hatte
die
Gardeleger
Selbsthilfegruppe
für
Blinde
und
Sehbehinderte.
Unterstützt
wurde
die
Gruppe
vom
Stendaler
Beratungszentrum
des
Blinden-
und
Sehbehindertenverbandes,
Bezirksgruppe
Sachsen-Anhalt
Nord.
Andreas
Krannich
vom
Beratungszentrum
betreute
gestern
diesen
Parcours.
"
Damit
sollen
sehende
Leute
erfahren,
wie
Blinde
und
Sehbehinderte
im
Straßenverkehr
und
auf
Gehwegen
mit
Hindernissen
kämpfen
müssen
",
sagte
Krannich.
"
Wir
wollen
der
Bevölkerung
zeigen,
was
es
bedeutet,
blind
oder
sehbehindert
zu
sein,
wie
schwer
es für
Betroffene
ist,
am
öffentlichen
Straßenverkehr
beispielsweise
als
Fußgänger
teilzunehmen
",
ergänzte
der
Leiter
der
Gardeleger
Selbsthilfegruppe,
Hans-Dieter
Schulz.
"
Für
uns
es
schon
schwierig,
gefahrlos
zu
gehen,
wenn
Fahrradständer
oder
Warenauslagen
auf
dem
Gehweg
stehen
",
sagte
Wilhelm
Beckmann.
Problematisch
sind
für
den
64-Jährigen
aus
Gardelegen
auch
die
Tage
der
Müllabfuhr.
Dann
stehen
plötzlich
Mülltonnen
oder
gelbe
Säcke
auf
den
Gehwegen,
wo
er
sonst
gefahrlos
gehen
könnte.
"
Am
schlimmsten
sind
für
mich
aber
die
Radfahrer
auf
Gehwegen
",
sagte
Beckmann.
"
Ich
wünsche
mir
als
Betroffener
einfach
mehr
Rücksicht
von
den
sehenden
Mitmenschen
",
appellierte
Beckmann
an
die
sehende
Bevölkerung.
Um
diese
Rücksicht
zu
wecken,
sei
dieser
Aktionstag
ins
Leben
gerufen
worden.
Leider,
so
bedauerte
Schulz,
sei
die
Resonanz
nicht
sehr
groß
gewesen.
Der
zweite
Aktionstag
im nächsten
Jahr
soll
daher
etwas
anders
organisiert
werden.
Zur
Selbsthilfegruppe
gehören
derzeit
22
Mitglieder
aus
Gardelegen
und
umliegenden
Orten
sowie
drei
fördernde
Mitglieder.
Neben
den
regelmäßigen
Gruppentreffen
finden
auch
andere
Veranstaltungen
statt.
Am
17.
Juni
ist
ein
Grillabend
geplant.
Am
22.
Juli
steht
eine
Altmarkrundfahrt
auf
dem
Programm
in
die
Colbitz-Letzlinger
Heide,
Weißewarthe,
Havelberg
und
Werben.
Für
den
5.
September
lädt
die
Selbsthilfegruppe
alle
Gardeleger
Selbsthilfegruppen
zum
Otto-Reutter-Tag
ins
Schützenhaus
ein.
Diesen
Nachmittag
wird
der
Wannefelder
Reutter-Darsteller
Manfred
Brandt
gestalten.



