24.09.2010

Entscheidungshilfe für Stadt

Monique Schuboth

Monique Schuboth

Projekt Spielplatzerkundung für mehr Toleranz unter Sekundar- und Förderschülern

Positive Resonanz hat im Sozialausschuss ein Projektvorschlag von Monique Schuboth, Sozialarbeiterin an der Karl-Marx-Sekundarschule, gefunden. Sie will gemeinsam mit der LB-Schule das Projekt Spielplatzerkundung starten. Im Rahmen dieses Projektes sollen vor allem Schüler beider Schulen zusammengeführt werden.

Mit einem gemeinsamen Projekt der Karl-Marx-Sekundarschule und der Rosa-Luxemburg-Förderschule will Monique Schuboth einen Brennpunkt entschärfen. Konkret geht es um den Umgang untereinander von Schülern beider Schulen, die sich täglich an der Bushaltestelle an der Förderschule begegnen. Streitereien, mitunter auch Handgreiflichkeiten, seien an der Tagesordnung. Anwohner hätten sich schon mehrfach beschwert. Das will Schuboth, die zudem für die Linke-Fraktion als berufene Bürgerin im Sozialausschuss mitarbeitet, ändern – mit dem Spielplatzerkundungsprojekt. Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben sollen gemeinsam mit Förderschülern Spielplätze in der Stadt erkunden. Folgende Schwerpunkte hat sie sich gesetzt: Auslastung der Spielplätze, welche Altersgruppen nutzen die Plätze, baulicher Zustand der Geräte, Ideen für neue Geräte und vieles mehr. Die Erkenntnisse sollen dann in einer Dokumentation zusammengefasst und der Stadt übergeben werden. Durch die gemeinsame Arbeit erhofft sich Schuboth mehr Toleranz der Schüler untereinander, Rücksichtnahme, Respekt und zudem Anerkennung von außerhalb für eine gemeinsam geleistete Arbeit. Das Projekt habe sie beim Schulamt zur Genehmigung eingereicht. Die stehe aber noch aus, so Schuboth. Verbunden mit dem Projekt seien Kosten von etwa 500 Euro.

Im Sozialausschuss wurde das Vorhaben begrüßt. Einig waren sich die Ausschussmitglieder darüber, dass das Projekt auf jeden Fall starten soll – auch wenn es keine Genehmigung gebe. Das möchte auch die Verwaltung, wie Hauptamtsleiter Klaus Richter betonte. “Das ist für uns praktisch eine Entscheidungshilfe für den Umgang mit unseren Spielplätzen”, so Richter. Die Stadt sei für zahlreiche Spielplätze verantwortlich. Mit der Zuordnung von Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft werde eine Vielzahl noch dazu kommen. Künftig sei also zu prüfen, welche Spielplätze überflüssig seien, welche gut genutzt würden, wo die Ausstattung ausreichend sei oder nicht. “Es geht also darum, wo rüsten wir auf, und wo rüsten wir ab. Dafür ist das Schulprojekt sehr gut geeignet”, sagte Richter. Gestartet werden soll das Projekt im nächsten Jahr.

Quelle: Volksstimme | Autor & Foto: C. Ahlfeld