30.07.2010

Gute Lektüre zu Schnäppchenpreisen

Mitglieder des Fördervereines, die den Flohmarkt betreuten: Hans-Joachim Exler, Joern Projahn und Christiane Exler (v.l.).

Mitglieder des Fördervereines, die den Flohmarkt betreuten: Hans-Joachim Exler, Joern Projahn und Christiane Exler (v.l.).

Bücherflohmarkt in der Gardeleger Bibliothek

So ein Bücherflohmarkt ist durchaus anstrengend – für Organisatoren und Besucher. Zig Kisten mit tausenden Büchern hatten Christiane und Hans-Joachim Exler sowie Joern Projahn vom Bibliotheksförderverein in ordentlichen Reihen gestern auf den Bibliothekshof gestellt. Sieben Stunden saßen sie anschließend und kassierten. Von einem Euro für ein Paperback bis hin zu drei Euro für dicke Schmöker – gute Lektüre zu Schnäppchenpreisen.

Gleich zu Beginn um 10 Uhr kamen die ersten Käufer und hockten an den Kartons. Von Kiste zu Kiste im Entenwatschelgang – “ich merke meine Knie”, sagte Besucherin Doreen Fehse schmunzelnd und stellte sich erst einmal wieder gerade auf.

Der Flohmarkt war schon der zweite in diesem Jahr, “und diesmal flutscht es wirklich”, so Christiane Exler zufrieden. Trotz Sommerferien kamen die Besucher reichlich, im Mai hatte es drei Annahmetermine für Bücher gegeben. Und so manche Schmöker brachten Lesefreunde auch gestern mit – um danach mit neuer Flohmarktlektüre nach Hause zu gehen. Bei Doreen Fehse aus Gardelegen und Nadine Striewski aus Solpke klemmten gleich mehrere Bände unter den Armen. Christiane Exler hatte da einen Tipp parat: “Nehmen Sie doch die Körbe, das erspart Ihnen blaue Flecken an den Unterarmen.” Die beiden Frau stöberten in den Romankisten. “Ich suche querbeet, für Mann und Kind, für alle”, so Striewski. Die Solpkerin hatte noch einen Verbesserungsvorschlag: “Wenn die Kisten auf Tischen stehen würden, wäre es noch bequemer.”

Der Großteil der Lektüre waren Romane, danach kamen die Sach- und Kinderbücher. Und: “Der Flohmarkt ist auch eine Fundgrube für Liebhaber der DDR-Ausgaben”, berichtete Joern Projahn. Er hatte einen Tisch mit Spezialliteratur aufgebaut, unter anderem mit Werken von Sigmund Freud. Einige Flohmarktbücher waren sogar noch eingeschweißt, “und wir haben was dabei, was sogar noch auf der Spiegel-Bestsellerliste steht”, so Projahn. Nach sieben Stunden Flohmarkt waren mehrere hundert Bücher verkauft, der Erlös kommt über den Förderverein der Gardeleger Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek zugute.

Quelle: Volksstimme | Autor & Foto: iwi