02.03.2010
Orkan “Xynthia” in Gardelegen und Umgebung / Stürmische Nacht für die Feuerwehren

Auf dieses Haus am Wall, nahe des Planschbeckens, stürzte am Sonntagabend ein Baum. Orkan 'Xynthia' hatte ihn entwurzelt. Foto: Biermann
Plötzlich ragte ein Ast ins Fenster
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 166 Stundenkilometern fegte Orkantief “Xynthia” gestern durch Deutschland. Ganz so stürmisch war es in der Altmark glücklicherweise nicht. Dennoch machten die heftigen Böen zahlreichen Bäumen den Garaus und bescherten den Feuerwehrleuten in und rund um Gardelegen ebenfalls eine stürmische Nacht.
Besonders nahe Weteritz saßen die Bäume anscheinend sehr locker. Beinahe im Minutentakt hebelte “Xynthia” sie aus. Insgesamt drei Mal innerhalb einer Stunde, zwischen 22 und 23 Uhr, mussten die Kameraden der Gardelegener Feuerwehr ausrücken, um einen der Riesen vom Straßenpflaster zu räumen.
Auch die Einsatzkräfte der Wehren von Jerchel, Jeseritz und Potzehne waren gegen 22.30 Uhr zu einem Einsatz in der Gemarkung Jerchel gerufen worden. Grund für den Notruf war ebenfalls ein Baum, der eine Straße blockierte.
Gegen 2.30 Uhr in der Nacht mussten schließlich auch noch die Miester Blauröcke aus den Federn. Zwischen Dannefeld und Miesterhorst hatte es ebenfalls gekracht. Glücklicherweise war in keinem Fall ein Autofahrer oder Passant unterwegs, sodass keine Verletzten und auch keine Sachbeschädigung zu beklagen waren.
Die allerdings gab es in Gardelegen. Der Anruf ging gegen 19 Uhr in der Klötzer Leitstelle ein. Auf das Hinterhaus an der Ernst-Thälmann-Straße 48, gleich neben dem so genannten Planschbecken war ein Baum gestürzt. Der Schreck für die Anwohner war groß. Verletzt wurde aber glücklicherweise auch hier niemand. Einem Mieter im Obergeschoss ragte allerdings urplötzlich ein dicker Ast von außen durchs Fenster. Der Baum, den der Sturm entwurzelt hatte, schlug zudem ein großes Loch ins Dach. 16 Kameraden in vier Fahrzeugen rückten zu der Hilfsaktion aus. Mit dabei der Hubrettungssteiger der Gardelegener Wehr. Von der Hebebühne aus schnitten die Kameraden den Ast, der noch auf dem Haus lag, in Stücke und beräumten schließlich den Weg. Die Ernst-Thälmann-Straße zwischen der Postkreuzung und Wollbrandtseck wurde für die Zeit des Einsatzes voll gesperrt.
Gegen 21.40 Uhr konnten die Kameraden ins Gerätehaus zurückkehren. Die Pause indes währte nur kurz. Denn um 22.10 Uhr fiel dann der erste Baum in Bereich Weteritz auf die Straße.
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