01.03.2010

Zwei Bezirke für die Stadtratswahl?

Gespannte Gesichter, wie hier während der Kommunalwahl im Juni 2009, wird es auch im Herbst wieder geben. Dann wird der Stadtrat neu gewählt.Foto: Archiv/sts

Gespannte Gesichter, wie hier während der Kommunalwahl im Juni 2009, wird es auch im Herbst wieder geben. Dann wird der Stadtrat neu gewählt.Foto: Archiv/sts

Gardelegens Wahlausschuss entscheidet / Stadt unterrepräsentiert?

Noch ist nicht klar, wann gewählt wird. Klar ist aber: Es wird gewählt. Die neue Stadt Gardelegen, die künftig von Taterberg bis Lotsche reicht, arbeitet offiziell ab dem 1. Januar 2011. Also muss auch ein neuer Stadtrat her. Doch ob er sich aus einem oder mehreren Wahlbereichen zusammensetzt, das entscheidet letztlich der Wahlausschuss. Und dessen Vorsitzender ist Bürgermeister Konrad Fuchs.

“Ich bin dafür, dass wir zwei Wahlbereiche bilden”, sagt Fuchs. Möglich wäre auch ein einziger Wahlbereich – wie am 7. Juni 2009, als der jetzt aktive Gardelegener Stadtrat gewählt wurde.

Damals durften schon die Einwohner aus Algenstedt und Schenkenhorst mitwählen: Beide Gemeinden wechselten zur Jahresmitte 2009 von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Südliche Altmark zur Stadt. Zum diesjährigen Jahresbeginn sind sechs weitere Umland-Gemeinden zur Stadt gekommen. Ab dem 1. Januar 2011 werden die restlichen 18 VG-Gemeinden nach Gardelegen zwangszugeordnet.

Fuchs stellt sich vor, dass der eine Wahlbereich die jetzige Stadt Gardelegen mitsamt der bereits eingemeindeten Orte ist, der zweite Wahlbereich die jetzt noch existierende Rest-VG Südliche Altmark. Die Einwohnerzahlen sind in beiden Fällen in etwa gleich groß. “Damit wäre gewährleistet”, so der Stadt-Bürgermeister, “dass aus beiden Bereichen gleich viele Kandidaten in den neuen Stadtrat einziehen.”

In Gardelegen selbst gibt es die Befürchtung, im künftigen Stadtrat – er besteht neu aus 36 Abgeordneten, derzeit sind es 28 – unterrepräsentiert zu sein. Denn die Wahlbeteiligung auf den Dörfern ist traditionell höher als in der Kernstadt selbst. Zumal manch ein Kandidat aus dem Umland möglicherweise aufgrund seines Bekanntheitsgrades auch Stimmen aus dem Stadtgebiet bekommen würde. Ob dies auch umgekehrt der Fall wäre, dürfe durchaus bezweifelt werden.

Ob es tatsächlich mehrere Wahlbereiche geben wird, entscheidet der noch zu bildende Wahlausschuss, dem Konrad Fuchs vorstehen wird. Einen Wahltermin für den neuen Stadtrat gibt es noch nicht. Den legt die Kreis-Kommunalaufsicht erst noch fest.

Quelle: Altmark Zeitung | Autor: S. Schmidt