23.02.2010
Bahnhofstraße 31 als Projekt ausgewählt

Neben dem Amtsgericht (l.) gehört die Bahnhofstraße 31 mit der Backsteinfassade zu den prägenden Gebäuden. Foto: Donald Lyko
Erneut erfolgreiche Teilnahme der Wobau am Landeswettbewerb
Nachdem es im vorherigen Landeswettbewerb für städte- und wohnungsbauliche Modellprojekte gleich drei Zuschläge für Gardelegen gegeben hatte – Sandstraße 13 und Hopfenstraße 2 als Wobau-Projekte und der Wohnblock St. Georg der Vereinigten Hospitalstiftung –, wählte die Jury auch für die Neuauflage ein Vorhaben aus Gardelegen aus.
Bauminister Karl-Heinz Daehre teilte gestern mit, dass für die nachhaltige Stadtentwicklung zwölf Millionen Euro für Modellprojekte zur Verfügung gestellt werden. 56 Projekte hatten sich an dem Fördermittelwettbewerb beteiligt. 19 wurden von der Jury ausgewählt, darunter acht Einzeldenkmale. Bis zum April vergangenen Jahres konnten die Vorschläge eingereicht werden. In der Jury waren verschiedene Verbände und Organisationen vertreten. Berücksichtigt wurden nur Vorhaben, die in den Fördergebieten der 44 Stadtumbau-Städte des Landes und dort in den ausgewiesenen Fördergebieten liegen.
Eines der erfolgreichen Modellprojekte ist die Bahnhofstraße 31 in Gardelegen, ein Gebäude der Wobau. Bei der Sanierung, Modernisierung und dem Umbau des im Jahr 1923 errichteten Gründerzeit-Gebäudes werden alle Kriterien des Wettbewerbs erfüllt : barrierefrei, familien- und altengerecht, energieeffizient. Zudem liegt das Haus in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet. In dem Gebäude sollen insgesamt 13 Wohnungen entstehen : neun Ein-Raum-Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 56 Quadratmetern und vier Zwei-Raum-Wohnungen mit einer Durchschnittsgröße von 68 Quadratmetern. Geplant sind altengerechte Wohnungen, die Erreichbarkeit soll mit einem Fahrstuhl auf der Hofseite gewährleistet werden. Der Seitentrakt und andere Hofgebäude sollen abgerissen werden. Einige der Wohnungen bekommen auf der Hofseite Balkone. Für diese Wohnungen sollen die Mieten bei 4, 60 Euro pro Quadratmeter liegen, bei denen ohne Balkon bei 4, 50 Euro pro Quadratmeter. ” Die Backsteinfassade soll erhalten bleiben ”, sagte Bürgermeister Konrad Fuchs, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wobau ist, auf Nachfrage.
Investiert werden sollen rund 1, 64 Millionen Euro. 657 000 Euro davon sind als Fördergeld beantragt. Da es sich um Geld aus dem Bundeshaushalt handelt, sei die Auszahlung nicht von der angekündigten Haushaltssperre des Landes Sachsen-Anhalt betroffen, erklärte Fuchs. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden, ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest.
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