Die offizielle Seite für den Sachsen-Anhalt-Tag 2011 in der Hasestadt Gardelegen
24.02.2009
Ja zu Sachsen-Anhalt-Tag

Die große Mehrheit des Gardelegener Stadtrates, hier Teile der SPD-Fraktion, stimmte am gestrigen Abend für die Bewerbung Gardelegens für den Sachsen-Anhalt-Tag 2011.Foto: Schmidt
Gardelegens Stadtrat beschließt, sich um die Ausrichtung für 2011 zu bewerben
Die Stadt Gardelegen will den Sachsen-Anhalt-Tag im Jahr 2011 ausrichten. Das hat gestern Abend der Stadtrat beschlossen. Und zwar mit deutlicher Mehrheit.
Es gingen fast alle Hände hoch. Als der Stadtrats-Vorsitzende Hartmut Krüger am gestrigen Abend um 19.16 Uhr im Gardelegener Rathaussaal um die Abstimmung bat, waren die meisten Räte für den Sachsen-Anhalt-Tag 2011. Konkret: Die Stadt Gardelegen bewirbt sich bei der Landesregierung um die Ausrichtung dieser Großveranstaltung. Sie findet einmal im Jahr in einer sachsen-anhaltinischen Stadt statt. Bisher waren in der Altmark Stendal und zuletzt im Jahr 2007 Osterburg Gastgeber dieses Sachsen-Anhalt-Tages. Gardelegen wäre, sollte die Landesregierung der Bewerbung zustimmen, die erste Stadt in der westlichen Altmark, die dieses Ereignis ausrichtet.
Doch es gab gestern nicht nur Zustimmung. Linken-Fraktionschef beantragte, das Thema von der Tagesordnung zu streichen. Begründung: Am 7. Juni wird ein neuer, dann größerer Gardelegener Stadtrat gewählt. Man dürfe, so das Argument von Lorenz, “diesem neuen Stadtrat keine Bürde auftragen”, indem man nun entscheide, obwohl man möglicherweise selber nicht mehr lange im Amt sei. “Uns brennt nichts an”, so Lorenz, “ich möchte das heute nicht.”
Alfred Fischer, Fraktionsvorsitzender der FDP, zeigte sich “überrascht” vom Lorenz-Vorstoß. Und auch Mandy Zepig, Chefin der SPD-Stadtratsfraktion, widersprach. Folge man seiner Argumentation, so Zepig mit Blick zu Lorenz, “dann dürfte der Stadtrat im letzten halben Jahr einer jeden Legislaturperiode nichts mehr entscheiden, weil man bald die Verantwortung nicht mehr trägt”. Albert Hösl ergänzte kurz und knapp: “Dann gehen wir lieber gleich nach Hause.”
Der Antrag von Lorenz wurde kurz danach abgeschmettert. Also folgte die Abstimmung, ob Gardelegen sich für die Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages bewirbt. Ergebnis: Die große Mehrheit der Stadträte war dafür. Gegenstimmen gab es von Ralf Linow (Linken-Fraktion) und Peter Wiechmann (SPD-Fraktion). Vier Räte (Horst Zimmer, Hartmut Krüger, Peter Lorenz und Hannelore von Baehr) enthielten sich.
Ab diesem Jahr sollen nun bis 2011 jeweils 100000 Euro in den Gardelegener Haushalt eingestellt werden, um für den Sachsen-Anhalt-Tag Geld anzusparen.
Zur Erinnerung: Der Gardelegener Stadtrat hatte vor rund zwei Jahren bereits die Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages auf der Tagesordnung stehen. Damals bot die Landesregierung in Magdeburg die Ausrichtung für 2007 an. Der Stadtrat lehnte mehrheitlich ab, weil der Zeitraum zu eng erschien und die Finanzierung des Landesfestes nicht gänzlich geklärt war. Seinerzeit sprang Osterburg als Ausrichter ein und machte den Sachsen-Anhalt-Tag zu einem Erfolg. Mit nur vergleichsweise geringen Kosten für die Stadt, nämlich etwa 35000 Euro.
Der Gardelegener Stadtrat lehnte im November zudem die Bewerbung für die Gastgeberrolle der Internationalen Hansetage im Jahr 2017 ab. Dieses mehrtägige Fest, so die damalige Begründung der Gegner, sei mindestens eine Nummer zu groß für die 11200-Einwohner-Stadt.
In beiden Fällen hatte sich Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs für die Ausrichtung stark gemacht, konnte sich aber im Stadtrat nicht durchsetzen.
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