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26.11.2008

Feuerserie: Polizei bittet um Mithilfe

Ein Bild der Verwüstung: Die Gardelegener Feuerwehrleute sind momentan fast im Dauereinsatz.

Ein Bild der Verwüstung: Die Gardelegener Feuerwehrleute sind momentan fast im Dauereinsatz.

Seit drei Wochenenden wird gezündelt / Gestern früh wieder Laubenbrand
Eine Brandserie hält Gardelegen seit einigen Wochen in Atem. Die Kripo geht nicht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Fest steht aber: Es ist ein Zündler unterwegs. Nun hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung.

“Das passt ja prima”, sagte einer der Feuerwehrleute mit bitterer Miene. Eben gerade war er erst von der Schicht nach Hause gekommen, als gestern früh um 6.52 Uhr erneut die Sirenen im Gardelegener Stadtgebiet heulten. Eine Laube und ein Schuppen in der Kleingartenanlage hinter der ehemaligen Badeanstalt am Postparkplatz stand lichterloh in Flammen. Wie am Abend zuvor, als am Montag um 17.15 Uhr nur wenige Meter entfernt eine Laube niederbrannte – kurz vor Schichtbeginn des gestressten Feuerwehrmannes. Zwei Laubenbrände innerhalb weniger Stunden, und das in unmittelbarer Nachbarschaft – die Kripo geht in beiden Fällen trotzdem nicht unbedingt von Brandstiftung aus.

Anders als an den drei vorangegangenen Wochenenden. Da brannten Mülltonnen, Papiercontainer und anderes. Und das jeweils nachts. “Das bereitet uns in der Tat Kopfzerbrechen”, sagt Hardy Lübke von der Gardelegener Kripo. In diesen Fällen geht die Polizei jeweils von Brandstiftung aus. Und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit sowie um Mithilfe.

Konkret: Verdächtige Personen – Menschen, die sich dort sonst nie aufhalten – sollten der Polizei gemeldet werden. Im Fall der Müllcontainer, so Lübke, “hilft es auch, aus dem Fenster zu schauen, wenn es draußen verdächtige Geräusche gibt.” Denn oft befanden sich diese Brandherde “in unmittelbarer Nähe von Häusern.” Und auch an die Laubenbesitzer hat die Polizei eine Bitte: Öfter als sonst vorbeischauen, verdächtige Personen unter (03907) 7240 umgehend melden.

Bei den beiden Laubenbränden am Montagabend und Dienstagfrüh könnten aber auch technische Defekte oder Unachtsamkeit die Ursache gewesen sein. “Brandstiftung nach jetzigem Stand eher nicht”, so Lübke.

Am Montagabend waren 24 Feuerwehrleute aus Gardelegen mit fünf Fahrzeugen dreieinhalb Stunden vor Ort, gestern früh 18 Kameraden mit ebenfalls fünf Autos zweieinhalb Stunden lang.

Quelle: Altmark Zeitung | Autor & Foto: S. Schmidt