27.04.2012
Die Lärche ist der neue Star in der Letzlinger Baumallee

Spaßige Mission: Schüler der Oberstufen eins, zwei und fünf der Gardelegener GB-Schule pflanzten gestern die Europäische Lärche, Baum des Jahres 2012, in Letzlingen. Foto: Walter
Schüler der Gardelegener GB-Schule pflanzten gestern den Baum des Jahres 2012 an den ehemaligen Oxidationsteichen
Seit zwanzig Jahren pflanzen die Schüler der Gardelegener GB-Schule an den Letzlinger Oxidationsteichen im Frühling den Baum des Jahres. Und so ist am Ortsrand des Heidedorfes inzwischen eine ganze Allee außergewöhnlicher Baumarten entstanden.
Gestern kam mit der Lärche auch der Baum des Jahres 2012 hinzu. Und unter der Anleitung von Revierförster Ralf Pieper waren es auch diesmal Jugendliche der GB-Schule, die den Setzling in die Erde pflanzten.
Bevor es aber soweit war, klopfte Ralf Pieper das Wissen der Schüler der Oberstufen eins, zwei und fünf über den Baum des Jahres ab. „Was ist denn das Besondere an der Lärche?“, fragte er in die Runde. „Dass sie der einzige Nadelbaum ist, der im Herbst seine Nadeln abwirft“, schallte es ihm entgegen. Warum das so ist, erklärte Ralf Pieper anschließend selbst: Die Europäische Lärche sei in Gebieten heimisch, in denen es im Sommer sehr heiß, im Winter aber auch sehr kalt werden könne.
Deshalb werfe sie ähnlich wie Laubbäume im Herbst ihre Nadeln ab. Pieper berichtete seinen jungen Zuhörern außerdem, dass die Lärche ein Lichtbaum sei, der am besten gedeihe, wenn er frei stehe. Vor allem in seinen Stammgebieten in den Alpen werde der Baum schon mal bis zu 55 Meter hoch und komme auf Stammumfänge von über drei Metern. Außerdem werde der Baum oft über 1000 Jahre alt.
Damit habe er in der Vergangenheit in vielen Regionen auch mythische Bedeutung erlangt. Es sei schon faszinierend, dass es etwa in Italien Lärchen gebe, an denen bereits Karl der Große zu seiner Kaiserkrönung in Rom im Jahr 800 vorbeigezogen sein könnte, sagte Pieper. Nach den Ausführungen des Revierförsters pflanzten die Schüler den Setzling dann in die Erde. Patrick-Friedrich Schmidt hob zunächst mit dem Spaten ein ausreichend tiefes Loch aus, dann stellte Philipp Kranz den jungen Baum vorsichtig an seinen neuen Standort.
Nach der Pflanzungsaktion stärkten sich die Schüler mit Brötchen, Würstchen und Kaffee von der gemeinsamen Arbeit. Ralf Pieper erhielt als Dank für seine Erläuterungen außerdem Blumen von Lehrerin Kornelia Reps.
Zumindest ein Jahr lang ist die kleine Lärche nun der Star in der Allee prominenter Baumarten wie Elsbeere, Vogelkirsche, Bergahorn oder auch Walnuss. Erst im nächsten Frühling wird sie durch den Baum des Jahres 2013 abgelöst. Auch ihn wollen natürlich die Gardelegener GB-Schüler pflanzen, dann bereits zum 21. Mal.