19.05.2011

Stadtelternrat wird im Herbst gebildet

Klaus-Dieter Middelhoff

Klaus-Dieter Middelhoff

Kreiselternrat unterstützt Aufbau des Gremiums

Im Herbst soll für die Hansestadt Gardelegen ein Stadtelternrat gebildet werden. Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Elternvertretern und Schulleitern am Dienstagabend im Rathaus. Dazu eingeladen hatte der Kreiselternrat, der den Aufbau des Stadtelternrates unterstützen will.

Gardelegen. “Ich gebe den Staffelstab an Sie weiter”, sagte Klaus-Dieter Middelhoff und wandte sich an Bürgermeister Konrad Fuchs. Einen echten Staffelstab hatte der Vorsitzende des Kreiselternrates zwar nicht dabei, aber mit einem Handschlag besiegelte er mit dem Bürgermeister die zuvor getroffene Absprache, im Herbst eine gemeinsame Elternvertretung für alle Schulen im Gebiet der Hansestadt Gardelegen zu bilden. Der Termin hängt mit den festgeschriebenen Regularien für die Wahl von Elternvertretungen nach Ende der Sommerferien zusammen.

Zuerst werden die Vertreter für die einzelnen Klassen und dann der Schulelternrat gebildet. Von diesem wird dann ein Delegierter für den Stadtelternrat und ein Stellvertreter benannt. Zur Wahl des Vorstandes des Stadtelternrates muss der Bürgermeister spätestens zehn Wochen nach Beginn des Schuljahres einladen. Über dieses Prozedere informierte Klaus-Dieter Middelhoff sehr ausführlich die Anwesenden im Rathaussaal. Eingeladen hatte er die Schulleiter und Elternvertreter aller Schulen im Stadtgebiet sowie Bürgermeister Konrad Fuchs und Walter Thürer als Vorsitzenden des Sozialausschusses. “Er wird für den künftigen Stadtelternrat der erste Ansprechpartner sein”, kündigte Middelhoff an. Aufgabe des Stadtelternrates soll es unter anderem sein, darauf zu achten, dass die Belange aller im Gebiet liegenden Schulen berücksichtigt werden. In der Hansestadt Gardelegen sind das ein Gymnasium, die Sekundarschulen in Gardelegen und Mieste, zwei Förderschulen in Gardelegen, acht Grundschulen in kommunaler Trägerschaft sowie die evangelische Grundschule in freier Trägerschaft. Einstimmig hat der Kreiselternrat am Dienstagabend beschlossen, den Gardeleger Stadtelternrat bei seinem Aufbau zu unterstützen.

“Wählen Sie geeignete Vertreter aus, die auch kämpfen können. Denn es ist wichtig, ein starkes Gremium zu haben”, wandte sich Walter Thürer an die Elternvertreter der Schule. Denn er vermute, so der Sozialausschussvorsitzende, “dass es in den nächsten Jahren nicht leichter wird, alle Schulstandorte zu erhalten”. Darum sollten sich alle Eltern engagieren, so Thürer, die Zusammenarbeit von Eltern und Schule solle gestärkt werden.

Nach jetzigem Stand sind alle Grundschulen, für die die Hansestadt Träger ist, im Bestand gesichert, erklärte Konrad Fuchs. Dies könne aber immer nur unter Vorbehalt gesagt werden, denn die Zukunft der Grundschulen hänge von den Schülerzahlen ab. Und da sehe es auch für die kleinen Grundschulen derzeit ganz gut aus. Für Solpke, die mit einer Ausnahmegenehmigung läuft, sei für das neue Schuljahr eine erste Klasse beantragt worden, informierte der Bürgermeister. Laut Prognose würden die Schülerzahlen in den kommenden Jahren sogar weiter steigen.

“Wir haben einige Grundschulen, die materiell sehr gut aufgestellt sind”, sagte Konrad Fuchs und nannte neben den drei Gardeleger Grundschulen auch die in Letzlingen und Jävenitz. Erheblichen Sanierungsbedarf gebe es hingegen bei den Grundschulen Mieste, Estedt und Solpke. Gleich alles in Angriff zu nehmen, gehe aus finanziellen Gründen nicht. “Wir haben uns jetzt darauf verständigt, dass für die Grundschule Mieste ein Sanierungskonzept erarbeitet werden soll”, sagte Fuchs. Welche Investitionen in den nächsten Jahren in den Schulen vorgenommen werden, hänge aber von den Schülerzahlen und dem längerfristigen Bestand ab.

In die kommenden Diskussionen werde dann der zu gründende Stadtelternrat eingebunden. Von Anfang an habe er der Idee, eine Elternvertretung für die gesamte Hansestadt zu installieren, aufgeschlossen gegenüber gestanden, versicherte der Bürgermeister: “So werden die beteiligt, die direkt betroffen sind.”

Quelle: Volksstimme | Autor: D. Lyko